Aus einer vergangenen Zeit aber nicht vergessen Dezember 2016

 

Du schaffst das schon – Du bist stark.

 

Es ist kalt. Ich stehe draußen auf der Straße. Fühle mich wie benebelt. Erinnerungen werden wach und plötzlich sieht alles ganz grau aus.

Die Menschen – die Straßen. Ich sehe Elend – und spärliche Weihnachtsbeleuchtung. So – als wenn man den Versuch gestartet hätte, wenigstens etwas Weihnachtsatmosphäre im Alltagsgrau herbeizuholen.

 

Mein Auto wirkt dreckig. Es ist dreckig. Warum stört es mich jetzt auf einmal?

Ich steige ein – starte den Motor – will mich beeilen – weiß  nicht warum. Will nur nach Hause.

 

Gedankenfetzen wirbeln im Kopf umher – so als wenn sie in einer Schleuder wären. Wollen raus.

Wenn Wunden ab und an bei dir anklopfen. Das innere Auge, in diesem Moment,  nur noch Grau in Grau zu sehen vermag.

Du Dich erinnerst an Zeiten.

Deine eigene Niederlage – als Selbstbewusstseins Vitamin Spritze  für andere bedeutete. Man ausgebootet wurde – beschimpft und irgendwann selbst im Glauben war, man wäre falsch. Es in allen Ecken des eigenen Lebens – das Leben selbst – wie ein Kartenhaus zusammenbrach.

 

Wie geht man mit so etwas um? Wie kann man dem Strudel des in sich Verlierens entkommen und den Glauben an das Leben, wieder erlangen?

Du bist stark  Du schaffst das schon – wie oft hörte ich das. Aber hilft es?

Nein – eindeutig nein!

Wenn die Kraft / der Lebenswille so gering ist, weil man einfach keine Kraft mehr hat, dann wünscht man sich Menschen, die einen stützen – die einem beim laufen helfen.

Man kann nicht immer stark sein. Man will es leicht haben – genauso leicht wie andere.

 

Ein steiniger Weg, der nicht härter macht und noch stärker. Nein – man bleibt verletzlich. Verletzlicher als je zuvor.

Man vergibt nicht – man wird wütend – manchmal.

 

Aber dennoch – findet man auch wieder ins Leben, Schritt für Schritt und spürt eine innere Ruhe in sich – ist Glücklich – einfach so. Vielleicht weil man das tiefe schwarz – der  menschlichen Abgründe gesehen hat.

 

Der Mensch ist ein Orakel mit tiefgründigen Irrwegen ins ich. Menschen, die  behaupten einen zu kennen, haben keine Ahnung. Wie kann man jemanden kennen, wenn man sich selber noch nicht einmal kennt. Dinge in einem sind, wo man nicht glaubte, dass es sie gibt: Sie offenbaren einen, in dir fremden Menschen. Man ist erschrocken über sich selbst – versteht sich selbst nicht.

 

Also lernt man sich kennen – irgendwann – wenn man bereit dazu ist - Stepp by Stepp.

Dabei muss man ab und an mal einen Blick nach hinten riskieren. Bewaffnet mit der jetzt wieder verfügbaren  Stärke. Auf der Suche nach sich selbst………….

 

 

 

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