Auf der Suche nach Kreativität und sich selbst oder so ähnlich…

Ich bin ein Schreiberling und Fotografin gleichermaßen. Schon als Kind haben mich Gedanken und die damit verbundenen Metaphern begleitet. Getrieben vom Drang es auf das Papier zu bringen und auch im Bild festzuhalten. Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, was ich als nächstes schreibe oder fotografiere. Und wenn mich jemand fragte, warum ich fotografiere, wusste ich meist keine Antwort. Ebenso die Frage wonach ich meine Motive aussuche. Irritiert darüber, suchte ich nach einer Antwort. Das einzige was ich immer sagen konnte, war – dass ich nichts auswähle – sondern es einfach auf mich zukommen lasse. Ich hatte meist keine Projekte – nur ab und an mal – als ich schon über drei Jahrzehnte fotografierte und die Social Medien es praktisch peripher forderten. Aber auch dann ließ ich mich von meinen Emotionen leiten und ließ es einfach fließen.
Mag sein, dass es dabei nur um mich ging. Denn wenn ich meine Werke aus der Vergangenheit anschaue, dann sehe ich Phasen meines Lebens. Es ist wie eine Suche nach sich selbst. Ein befreien! Ich glaube, ich bin da nicht anders als andere Künstler auch. Werke entstehen aus dem Inneren und nicht nach einer Bedienungsanleitung, wie fotografiere ich meinen Hund am besten.

 


Mein Leitspruch ist und das schon immer:

 

• Was schwierig scheint mit Worten zu sagen
• Vermag die Fotografie mein Fenster nach Außen zu sein

 

 

Was aber, wenn all das nicht mehr vorhanden zu sein scheint? Wenn man es scheinbar verloren hat? Ich habe mir in letzter Zeit oft die Frage gestellt. Schreib Blockade, und in kreativen Ergüssen der Fotografie bade ich zur Zeit auch nicht.
Erst habe ich das so hingenommen, mit dem Gedanken – es ist halt so und kommt wieder. Bis ich gemerkt habe, dass ich weiter denn je von mir selbst weg bin. Auf der Suche nach mir selbst, hatte ich mich gefunden und nun wieder verloren. Ganz ehrlich? Es macht mir Angst.

 

Das Leben durchläuft verschiedene Phasen. Ob negativ oder positiv. Man sollte auf jeden Fall immer versuchen bei sich selbst zu bleiben. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mir dessen bewusst geworden bin. Dass ich hier jetzt wieder schreibe, ist glaube ich schon der beste Weg, zu mir selbst. Ich spüre gerade in diesem Moment wieder, wie tief ich in mich selbst eintauche. Und dort gefällt es mir.
Es mag vielen Menschen so gehen und wer weiß, vielleicht liest es ja jemand, dem es genauso geht und der selbst noch keine Antwort auf seinen Zustand gefunden hat.


Ich werde in Zukunft wieder mehr Zeit mit mir selbst verbringen. Spaziergänge alleine machen und über die Welt und Menschheit sowie mich selbst nachdenken. Werde mich von allem was mich umgibt, inspirieren lassen und es genießen.

Raum für eigene Gedanken lassen und nicht wie ein Pingpong Ball mich von anderen ablenken lassen, weil ich ständig deren Fragen und Gedanken beantworten soll.
Denn das gibt mir die Kraft, um vor Kreativität sprudeln zu können ohne auf der Suche danach zu sein.

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